Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden
Sie haben noch keinen Kundenlogin?
Sprechen Sie uns an!

Homeoffice - Die neue virtuelle Normalität

Homeoffice soziale Distanz

Es sind nun bereits über sechs Wochen vergangen, seitdem wir unsere Mitarbeiter*innen als Präventionsmaßnahme ins Homeoffice geschickt haben. Wie Sie in unserem Blogartikel "Die erste Woche – Alle im Homeoffice" bereits lesen konnten, war dies ein spannendes Unterfangen für uns. Plötzlich musste ein neuer, digitaler Arbeitsalltag geschaffen werden. 

Ganz Deutschland hat in den letzten Wochen einen Digitalisierungsschub erfahren. Viele Arbeitgeber waren nun gezwungen, sich mit der Homeoffice-Thematik zu befassen und auch in der Politik wird über eine gesetzliche Verankerung des Rechts auf Arbeit von zu Hause diskutiert. Laut der Corona-Studie der Universität Mannheim, befindet sich aktuell ungefähr ein Viertel der Erwerbstätigen im Homeoffice.

Wir werden wohl noch einige Monate mit dem Virus leben müssen. Trotz diverser Vorteile des Arbeitens von zu Hause aus, wie z. B. der Wegfall des Arbeitsweges, der höheren Flexibilität und der dadurch entstehenden besseren Balance zwischen Arbeits- und Freizeit, merken wir: Es geht langsam an die Substanz. Effektives Arbeiten, wie man es aus dem Büro gewohnt ist, lässt sich zu Hause nicht immer realisieren. Technisch bedingt durch eine langsame Internetgeschwindigkeit, fehlende Räumlichkeiten für ein separates Büro in den eigenen vier Wänden oder schlicht durch alltägliche familiäre Gegebenheiten. Schließlich möchten die Kinder nach dem Homeschooling unterhalten werden, wenn "Animal Crossing" durchgezockt und Netflix "leer geschaut" ist. Der soziale Austausch, die dummen Sprüche und Frotzeleien der Kollegen an der Kaffeemaschine fehlen einem doch merklich.

Es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, wie man die Produktivität im Homeoffice aufrechterhält: 

  • Routinen beibehalten 
  • die Welt nicht im Schlafanzug retten
  • durch einen stabilen Tagesablauf den Körper trotz "ungewohnter" Büroumgebung in den Arbeitsmodus versetzen 
  • durch Selbstdisziplin versuchen fokussiert zu bleiben
  • die gewonnene Zeitersparnis durch den wegfallenden Arbeitsweg sinnvoll nutzen
  • To-Do Listen führen, selbst wenn diese nur dazu dienen, um nicht-arbeitsrelevantes aus den Gedanken zu verbannen 

Können wir mittlerweile alles aus erster Hand bestätigen. Aber das Arbeiten von zu Hause aus ist nicht nur für die Mitarbeiter eine große Herausforderung.

Polaritäten managen

Die Chefetage muss in der Krise gute Führungsqualitäten beweisen. Ein neues Verständnis von Vertrauen und Kontrolle muss geschaffen werden. Zu häufige Überprüfungen führen dazu, dass sich der Arbeitnehmer schnell bevormundet fühlt. Das fehlende Vertrauen schlägt zusätzlich auf das durch die Krise bereits angespannte Gemüt. Führungspersonen sollten sich daher im besten Fall mehrmals pro Woche in einem kurzen Video-Call nach dem Befinden und der momentanen Arbeitsauslastung des Mitarbeiters erkundigen und Ihr/Ihm dadurch auch die Möglichkeit bieten, um für Unterstützung und/oder Feedback zu bitten. Die Motivation und Bereitschaft zur Eigeninitiative können durch die Vermittlung von Verantwortung gesteigert werden. 

Wir sind auf Grund der Krise auf physischer Distanz. Per Slack erhält man ein stilles "Guten Morgen", "Mahlzeit" und "Schönen Feierabend" der Kollegen. Ein persönlicher Austausch über diese Floskeln hinaus, findet jedoch meist nur noch bei einer Projektbesprechung statt. Dies ist ein weiterer Punkt, warum virtuelle Teammeetings gerade jetzt besonders wichtig sind. Der kurze Austausch über die positiven, aber auch negativen Aspekte der aktuellen Situation jedes Einzelnen, inkl. der Führungspersonen - man sollte schließlich mit gutem Beispiel vorangehen -  lässt das Team erkennen, dass es nicht allein ist und gibt ihm ein Gefühl von Zusammenhalt. Eine bereits gute Unternehmenskultur, kann so noch weiter gestärkt werden.

Jeder Mensch reagiert anders auf die Krise. Nicht jeder hat gleich eine positive Einstellung, erkennt neue Chancen und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Manch einer empfindet diese als zusätzliche Belastung und ist verunsichert. Die Geschäftsführung muss hier ein offenes Ohr für alle Anliegen der Mitarbeiter haben und sich auch im Klaren sein, wie sie selbst mit der Krise umgeht. Eine transparente und offene Kommunikation zu pflegen, Einblicke in die aktuelle Lage des Unternehmens zu gewähren und vorsichtige Prognosen zu geben, sollte ganz im Sinne der Vorbildfunktion einer Führungsperson sein.

Die Rückkehr zur Normalität

Die Lage in Deutschland entspannt sich allmählich. Vor zwei Wochen haben wir damit begonnen, die Homeoffice Situation langsam zurückzufahren und Step by Step das Büro wieder mit Leben zu füllen. Die Arbeitsplätze wurden neu angeordnet, um genügend Abstand der Mitarbeiter zueinander zu gewährleisten. Der Kicker wurde in einen Dornröschenschlaf versetzt. Alle Rückkehrenden wurden nochmals zu den Hygieneregeln belehrt. Trotzdem ist weiterhin Vorsicht geboten und es wird noch einige Zeit dauern, bis die komplette Mannschaft wieder an Bord ist.

... Und man wieder nach dem Besitzer des bereits erkalteten Heißgetränks an der Kaffeemaschine suchen muss. ;-)

 

Bleiben Sie gesund!

Ihr Medienpalast-Team

Wir freuen uns über jeden geteilten Blogbeitrag!

Nadine Reinartz
Designerin Print/Web