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Wie der Medienpalast seine Visitenkarten digitalisiert hat

Header zum Blogartikel NFC digitale Visitenkarte Medienpalast

NFC – Mit freundlichen Grüßen... oder so ähnlich. Diesem Kürzel ist sicherlich jeder schon einmal über den Weg gelaufen, vermutlich beim Übertragen der Kontakte von einem alten Smartphone auf ein neues Gerät. Near Field Communication, also wörtlich genommen die Nahfeldkommunikation, ist eine Technologie, bei der Informationen über eine kurze Distanz (bis ca. 10 Zentimeter) übertragen werden. Sie basiert auf der RFID-Technik und obwohl NFC schon recht alt ist, findet es immer wieder zum Einsatz. Seit 2015 hat diese Technik sich durch das kontaktlose Zahlen mit dem Smartphone als äußerst alltagstauglich erwiesen. Hersteller von Maschinen und Unterhaltungselektronik bedienen sich immer häufiger der smarten Technologie, um beispielsweise von einem NFC-fähigen Gerät aus Konfigurationen vornehmen zu können.

Die Technologie

NFC ermöglicht eine berührungslose Kommunikation, mit einer Übertragungsrate von max. 424 kBits/s. Ein Chip wirkt gleichzeitig als Sender und Empfänger und sendet oder empfängt Daten, sobald er sich in der Nähe eines weiteren NFC Chips befindet. Man benötigt – zumindest bei Android Geräten – keine zusätzlich App zum lesen/scannen. Das Smartphone muss lediglich entsperrt, NFC aktiviert sein und an den Chip gehalten werden. 

Seit dem iPhone 6 verbaut auch Apple NFC-Chips in seinen Smartphones. Ab iOS 13 haben diese nun auch uneingeschränkten Zugriff auf die NFC-Funktionen. Zum Lesen benötigt man allerdings einen zusätzlichen NFC Reader, lediglich Webadressen werden hier automatisch erkannt.

Grafik zum Blogartikel NFC Signal zwischen Tag und Smartphone

Die Übertragung läuft induktiv ab, also über elektromagnetische Wellen und benötigt daher keine zusätzliche Stromquelle. Heißt, dass sogar bei einem ausgeschalteten Gerät ein Signal gesendet oder empfangen werden kann.

Schier unbegrenzte Möglichkeiten

Die Chips gibt es in vielen Ausführungen – als Aufkleber (auch NFC Tags genannt), in Kartenform, sogar in Werbemittel wie Schlüsselanhänger und Kugelschreiber integriert. Ebenso sind sie mit unterschiedlichen Speichergrößen erhältlich – von 137 bis zu 868 Byte.

NFC Tag Aufkleber

Aber was das Tolle daran ist: Die Technik ist so simpel, dass man auch ohne Programmierkenntnisse und in nur wenigen Sekunden einen NFC-Tag beschreiben kann! Alles was man dazu braucht, ist lediglich ein leerer beschreibbarer Tag und ein NFC-fähiges Smartphone mit einer (kostenlosen) NFC App. Auf einem NFC-Chip können unterschiedlichste Daten hinterlegt werden, wie zum Beispiel Kontaktdaten, oder eine URL. Man könnte sagen, NFC Tags sind die optisch ansprechendere Variante des QR-Codes.

Spannend wird es aber mit hinterlegten Aktionen! Sie möchten, dass wenn Sie Ihr Smartphone Abends auf den Nachttisch legen, es sich automatisch in den Flugmodus begibt? Oder sich das WLAN Ihres Mobiltelefons während der Autofahrt von selbst trennt und zu Hause wieder einschaltet? Oder wollen Sie Ihren Kunden bei einem Termin ermöglichen, sich ohne großes Eintippen mit dem Gäste-WLAN zu verbinden? Entsprechend programmierte NFC-Tags machen’s möglich!

Sicher? Sicher!

Die Datenübertragung von nur wenigen Zentimetern, lässt die NFC-Technik recht sicher erscheinen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Dritte unberechtigterweise Daten empfangen und abspeichern können, da mit zunehmender Entfernung die Magnetfeldstärke des NFC-Tags rapide abnimmt.

Allerdings stellt jedes NFC-fähige Smartphone ein Lesegerät dar. In einer dicht gedrängten Menschenmenge besteht also durchaus die Möglichkeit, dass Daten abgefangen werden können, wenn man zum Beispiel seine Bank-, Kredit und sonstige NFC-fähigen Karten nicht mit einer entsprechenden Schutzhülle versehen hat. Natürlich ist auch der Kartenverlust ein hohes Risiko. Und da das Beschreiben der Tags wirklich kinderleicht ist, können diese selbstverständlich auch mit Schadsoftware bestückt werden, bzw. mit einer Aktion, die automatisch auf diese zugreift.

Sie sehen, im Vergleich zu anderen Technologien stellt die NFC Technik im Großen und Ganzen auch kein höheres Risiko dar. Jeder hat natürlich eine gewisse Eigenverantwortung, seine sensiblen Daten vor ungewollten Zugriffen zu schützen. Aber sicherlich wird es auf Grund der Weiterentwicklung und dem vermehrten Einsatz für NFC zukünftig auch weitere Sicherheitsmöglichkeiten geben.

MP-Connect

Dürfen wir vorstellen? Das sind unsere neuen Visitenkarten. Ja richtig, Visiten-"karten"! Dreidimensional. In Würfelform. Aus Holz.

Medienpalast Visitenkartenwürfel NFC Tags Besprechungsraum

Gedruckte Karten sind natürlich sehr schick. Gerade mit einem haptisch ansprechenden Papier und diversen Veredelungsmöglichkeiten, dienen diese nicht nur zum Austausch der Kontaktdaten zwischen Geschäftspartnern, sondern vermitteln auch ein gewisses Image.

Aber wie schnell zerfransen und knicken die Ecken, wenn die Kärtchen schnell in der Hosentasche verstaut werden? Und was macht man bei einer Namensänderung, wenn sich eine Durchwahl ändert oder die Firma umzieht? Schon hat man einen Papierstapel, der nicht mehr verwendet werden kann. Das ist in der heutigen Zeit alles andere als effizient. Als Digitalagentur war es uns daher wichtig, dass wir für dieses Problem auch eine digitale Lösung finden. Genau genommen nicht nur digital – der Holzwürfel stellt schließlich in gewisser Weise die Vorstufe der analogen Visitenkarte dar. ;)

Medienpalast Visitenkartenwürfel NFC Tags Besprechungsraum
Medienpalast Visitenkartenwürfel NFC Tags Besprechungsraum

Hinter den grünen und blauen Aufklebern befinden sich – Sie ahnen es – NFC Tags, mit den jeweiligen Kontaktdaten des Medienpalasts, bzw. unserer Mitarbeiter. Bei unserem nächsten Termin, können Sie also ihr Smartphone zücken und sofort den entsprechenden Kontakt in ihrem Adressbuch abspeichern, bzw. sich gleich mit uns auf einem Business Netzwerk wie LinkedIn vernetzen.

Unsere Empfehlungen für iOS Geräte:
NFC Tools
NFC für iPhone
 

Wir freuen uns über jeden geteilten Blogbeitrag!

Nadine Reinartz
Designerin Print/Web